„Neue Mobilität – Baden-Württemberg bewegt nachhaltig“

Mehr als 400 Besucher kamen der Einladung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur nach, sich an der Vielzahl von Gesprächen und Fachbeiträgen rund um das Thema Neue Mobilität in Baden-Württemberg zu beteiligen. Aus der Sicht verschiedenster Akteurinnen und Akteure – aus Landes- und Kommunalpolitik, Verbänden, Wirtschaft, den Medien und unterschiedlichen Gesellschafts- und Anwendergruppen –  wurde ein breites Spektrum an Themen diskutiert. Eine wichtige Frage war, welche Technologien auf der einen und welche rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen auf der anderen Seite den Anforderungen einer Neuen Mobilität gegenüberstehen.

Zugleich wurde beleuchtet, was in Baden-Württemberg bereits angestoßen und erreicht wurde, welche Ziele die Politik langfristig verfolgt und welche Maßnahmen eine Rolle bei der Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte spielen. Das Spannungsfeld zwischen ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten der Mobilität ist erwartungsgemäß groß. Der Kongress konnte dazu beitragen, im Austausch mit vielen Fachleuten neue Ansätze und neue Perspektiven kennenzulernen. 

„Nachhaltige Mobilität ist für alle möglich und für alle ein Gewinn. Hierfür müssen wir nicht alles neu erfinden, aber die Perspektive wechseln“ (Minister Winfried Hermann)

Klare Aussagen wusste während seiner Rede Landesverkehrsminister Winfried Hermann zu treffen: „Es geht nicht darum alles neu zu erfinden, sondern Denkprozesse anzustoßen und Mobilitätspolitik aus Sicht der Mobilitätsbedürfnisse der Menschen zu gestalten.“ Der Verkehrsminister stellte die Strategie des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur „Nachhaltige Mobilität – Für Alle“ vor, die für die Mobilitätspolitik vier zentrale Leitbilder formuliert:

1. Nachhaltige Mobilität nutzt die beste Technik und vernetzt alle Verkehrsmittel.
2. Nachhaltige Mobilität ist Motor für Beschäftigung und Innovation.
3. Nachhaltige Mobilität steht in Einklang mit Mensch und Umwelt.
4. Nachhaltige Mobilität stärkt Lebensqualität in unseren Siedlungen.

Das Ziel sei kein geringeres als Nachhaltige Mobilität für alle. Hunderttausende Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger haben sich hierfür bereits auf den Weg gemacht. Insbesondere die junge Generation agiere als treibende Kraft, die Standards neu zu setzen. Hier finden Sie die gesamte Strategiebrochüre.

„Der Kern nachhaltiger Mobilität ist Innovation“ (Ministerpräsident Winfried Kretschmann)

Lösungen für Mobilität und nicht für Verkehr forderte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, sei doch das Ziel, umweltverträglich und zugunsten des Klimaschutzes zu handeln. Zudem solle Mobilität jedem zugänglich gemacht werden, sodass die Randgruppen nicht weiter benachteiligt würden und gleiche Rahmenbedingungen für alle gelten. Kretschmann appellierte hier an Wirtschaft und Politik gleichermaßen. Das Auto solle grün werden, der Öffentliche Verkehr  benötige einen weiteren Ausbau. Attraktive Angebote müssen gemacht werden, aktuelle Trends wie die Digitalisierung oder die sharing economy tun das Ihrige dazu. „Wer innovative  Lösungen für eine Mobilität der Zukunft entwickelt, wird in den weltweiten Märkten die Nase vorne haben.“

„Jemand ist unterwegs – egal wofür.“ (Prof. Dr. Udo Becker)

Spannende Details ökonomischer und ökologischer Aspekte wurden in den Keynotes am Freitag aufgegriffen. Prof. Dr. Udo Becker von der TU Dresden sowie Dr. Harry Lehmann vom Umweltbundesamt stellten die konkrete Umsetzung nachhaltiger Mobilität in den Mittelpunkt und wendeten sich den Fragen des „Wer“ und „Wie“ zu. Beide Vorträge griffen unterschiedliche Facetten der Mobilität und ihrer Rahmenbedingungen auf und dienten als Impulsgeber für die einzelnen Paneldiskussionen.

Hier finden Sie das Ausstellerverzeichnis.